Institutionelle Positionen
Klicken zum AufklappenKörperlich aktiv zu sein ist entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden — es kann dem Leben mehr Jahre und den Jahren mehr Leben bringen.
Wichtigste Neuerung 2020: Erstmals wurden explizite Empfehlungen zur Reduktion von Sitzzeiten aufgenommen. Langes, ununterbrochenes Sitzen gilt seither als eigenständiger Risikofaktor — unabhängig davon, ob die Bewegungsempfehlungen insgesamt erfüllt werden.
Die WHO betont: Ausdauer- und Krafttraining haben komplementäre Gesundheitseffekte. Das Motto lautet: „Jede Bewegung zählt."
Übergeordnetes Ziel: Reduktion körperlicher Inaktivität weltweit um 15 % bis 2030 (WHO Global Action Plan on Physical Activity).
Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, kann damit das allgemeine Wohlbefinden und die körperliche, psychische und soziale Gesundheit steigern sowie das Herz-Kreislaufsystem und die Entwicklung des Muskel-Skelettsystems stärken.
Das RKI erhebt und analysiert bevölkerungsweite Daten zum Aktivitätsverhalten in allen Lebensbereichen (Freizeit, Arbeit, Transport) und entwickelt auf Basis der WHO-Empfehlungen entsprechende Erhebungsinstrumente und Public-Health-Strategien.
Positionspapier 2025: „Gesund unterwegs — Aktive Mobilität als Gesundheitsressource" betont das Potenzial von Alltagsaktivitäten als niedrigschwellige Gesundheitsförderung.
Regelmäßige Bewegung muss kein Leistungssport sein. Auch Alltagsbewegungen wie Spazierengehen oder Treppen steigen statt Aufzug fahren wirken sich positiv auf die körperliche Gesundheit aus.
Mechanismus: Körperliche Aktivität schützt vor Krebs nicht ausschließlich über Gewichtsreduktion, sondern auch über eigenständige physiologische Wege — u. a. Regulation von Sexualhormonen, Insulinsensitivität, Immunaktivierung und systemische Entzündungsmarker.
Die Abteilung „Bewegung, Krebsprävention und Survivorship" untersucht in zahlreichen klinischen Studien (u. a. BENEFIT, EFFECT, NaKo) die Effekte von Training vor, während und nach Krebstherapien.
Regelmäßige körperliche Aktivität ist ein wichtiger Therapiebestandteil für die meisten kardiovaskulären Erkrankungen und ist mit reduzierter kardiovaskulärer und Gesamtmortalität assoziiert.
Die ESC Sports Cardiology Guidelines 2020 sind die ersten ihrer Art — mit spezifischen Empfehlungen zur Sportteilnahme für Personen mit kardiovaskulären Erkrankungen.
Kernbotschaft: Bewegungsangst ist eine der größten Barrieren für Herzpatienten. Ärztliche Aufklärung und strukturierte kardiale Rehabilitation sind entscheidend, um diese Barriere zu überwinden.
Empfehlungen im Vergleich
| Institution | Ausdauer (Minimum) | Krafttraining | Primärer Fokus |
|---|---|---|---|
| WHO | 150–300 Min./Woche moderat oder 75–150 Min. intensiv | ≥ 2×/Woche | Alle Altersgruppen, globale Gesundheitsförderung |
| RKI | WHO-Standard (Referenzrahmen für DE-Monitoring) | WHO-Standard | Prävalenz, epidemiologisches Monitoring, soziale Ungleichheit |
| DKFZ | ≥ 150 Min. moderat oder 75 Min. intensiv | Empfohlen | Primäre Krebsrisikoreduktion, Therapiebegleitung |
| ESC | 150 Min. moderat oder 75 Min. intensiv | Moderat empfohlen | Kardiovaskuläre Therapie, individuelle Risikoschichtung |
Gemeinsamer Konsens
Übereinstimmende Positionen aller vier InstitutionenIhr persönliches Risikoprofil & Trainingsplan
Berechnen Sie Ihr individuelles Gesundheitsrisiko (CVD, Krebs, Mortalität) und erhalten Sie einen evidenzbasierten 4-Wochen-Trainingsplan.